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Einleitung  

Einleitung

Der Wintersport hat im Alpenraum eine große touristische und damit regionalwirtschaftliche Bedeutung. Die bisherige Entwicklung des Skisports war auch mit der räumlichen Ausdehnung der Skigebiete und der ständigen Erweiterung der Kapazitäten verknüpft. Inzwischen belegen zahlreiche Arbeiten die langfristigen Wirkungen, die von den Anlagen, ihrem Betrieb und der Präparation der Pisten auf die Vegetation, die Tierwelt und das Landschaftsbild und damit auch auf die Umwelt ausgehen.

In aktuellen Arbeiten werden darüber hinaus weitere Wirkungsfaktoren ermittelt. Dabei handelt es sich um die für viele Skigebiete charakteristische Doppel- und Mehrfachnutzung. Wo Wintersport, Almwirtschaft, Forstwirtschaft, Jagd und/ oder sommertouristische Nutzungen in den Skigebieten nicht abgestimmt zusammentreffen, ergeben sich Bereiche mit erheblichen Belastungen. Diese Frage gewinnt auch deshalb an Bedeutung, weil viele Gebiete sich mit neuen Aktivitäten um eine verbesserte ganzjährige Auslastung bemühen.

Diese Fakten waren Auslöser für die Durchführung des vorliegenden Projektes, das von Seiten der Botanisch-Zoologischen Gesellschaft Liechtenstein-Sargans-Werdenberg (BZG) angeregt wurde. Es stellte sich die Frage: Gibt es Möglichkeiten, die durch den Bau, die Präparation und die Benutzung von Pisten entstandenen Schäden und Eingriffe in der Natur nachträglich zu beheben oder wenigstens zu vermindern? Wie viele Skigebietsuntersuchungen im Alpenraum (vgl. LFU, 2007, PRÖBSTL 2003, SEEWALD ET AL. 1998, CIPRA 1996, AMMER ET AL. 1991) belegen, gibt es vielfältige Möglichkeiten, Skigebiete aufzuwerten und ihre Stabilität, aber auch ihre Eignung als Lebensraum für einheimische Tiere und Pflanzen zu verbessern. Diesen Zielen haben sich seit 1988 Forschungsprojekte und Veröffentlichungen der Stiftung Sicherheit im Skisport, SIS, des Deutschen Skiverbandes, DSV, eingehend gewidmet.

Die Studien zeigen, dass die Möglichkeiten von der sofortigen Sanierung einzelner Schadstellen bis zu langfristigen Pflegemaßnahmen beziehungsweise umfassenden Entwicklungskonzepten reichen und dabei über die Sanierung hinaus wesentlich zur ökologischen Aufwertung eines Skigebietes beitragen können. Information und gezielte Öffentlichkeitsarbeit müssen die Maßnahmen begleiten. Grundsätzlich stellte sich die Frage, welche Instrumente eine kontinuierliche Aufwertung der skisportlich genutzten Flächen begünstigen. Ordnungsrechtliche Maßnahmen sind notwendig, aber nicht ausreichend. Angedachte Prädikate wie Gütesiegel sind statisch und nicht weitgreifend genug. Stattdessen sollte ein richtungsweisendes Modell auf der Grundlage der betrieblichen Eigenverantwortlichkeit entwickelt werden. Als mögliches Instrument zu einer solchen eigenverantwortlichen Aufwertung von Skigebieten bot sich ein Öko-Auditing an.

Während für viele betrieblichen Vorgänge aus verschiedenen Unternehmensbereichen mittlerweile erprobte Modelle für ein Auditing bestehen, fehlen entsprechende Grundlagen für skisportlich genutzte Landschaftsräume. Das durch die Stiftung "pro natura - pro ski" in Kooperation mit Testgebieten entwickelte Modell eines anwendungsbezogenen Öko-Auditings für skisportlich beeinflusste Gebiete ist einzigartig in seiner Form. Ausgehend von Fallbeispielen wird aufgezeigt welche Beurteilungsgrößen für die Durchführung eines Audits relevant sind und welches Methoden-Set im Rahmen eines solchen Audits geeignet ist.

Aktuelles

Veranstaltung

BERG-UM-WELT 2015

Nähere Informationen unter bergumwelt.boku.ac.at

SAVE THE DATE: 28/29. September 2015
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NACHLESE

BERG-UM-WELT 2014

Der Auftakt zur neuen Veranstaltungsreihe "BERG-UM-WELT" fand am 22 und 23. September 2014 in Alpbach, Tirol statt. Informationen unter bergumwelt.boku.ac.at

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DER JAHRESBERICHT 2012

zum download Icon Jahresbericht_pronatura_proski_2012.pdf

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Zukünftig "oben ohne" -
Gletscherskigebiete im Wandel

am 28. September 2011 in Salzburg

Fotos und Vorträge online!  >> hier klicken <<

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AWARD 2011 Auszeichnung der Siegergebiete !

am 9.März 2011, im Rahmen der XI Alpenkonferenz in Slowenien

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