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Audit-AwardBisherige Preisträger  

Bisherige Preisträger

AWARD - Preisträger 2011

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Näscher, Gamper, Berlakovich, Karlsböck, Präauer, Brunhart                     Auszeichnung Kitzsteinhorn (A)

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Müssner, Gamper, Karlsböck, Präauer, Pavliha                                          Auszeichnung Schnalstal (I)

Fotos: A. Götz/CIPRA, A. Jiricka/pro natura-pro ski

Im Rahmen der XI. Alpenkonferenz, die von 7. bis 9. März 2011 in Brdo pri Kranju in Slowenien stattfand, vergab die Stiftung pro natura-pro ski zum dritten Mal – nach 2006 und 2009 – eine Auszeichnung an Skigebiete, die sich konsequent um die Verbesserung ihrer Umweltstandards bemühen. Nach einer Vorprüfung der eingegangenen Bewerbungen durch die Universität für Bodenkultur in Wien wurden fünf Gebiete nominiert.

Der Award wurde im Herbst 2010 alpenweit ausgeschrieben und bekannt gemacht. Bei der Bewertung der eingereichten Unterlagen wurden der Umfang des naturverträglichen Managements, die Auseinandersetzung mit dem Klimawandel, die dauerhafte Strategie zur Fortführung der Umweltleistungen sowie die transparente Darstellung der Ergebnisse für die Öffentlichkeit mit einbezogen.

Die Entscheidung über die Vergabe der Auszeichnungen und das Preisgeld wurde durch eine interdisziplinär besetzte Expertenjury mit Mitgliedern aus allen Alpenstaaten getroffen. Bei der Auswahl der geladenen Experten wurde Wert darauf gelegt, dass eine Begutachtung unterschiedlichster Teilaspekte von der Meteorologie/Klimatologie, über Tourismus und Seilbahnwirtschaft, der Ingenieurbiologie bis zum Skigebietsmanagement und der Raumplanung erfolgen kann.

ENTSCHEIDUNG DER JURY

Von den fünf nominierten Gebieten wurden zwei Gebiete als besonders auszeichnungswürdig empfunden. Es handelt sich dabei um:

• das Skigebiet „Kitzsteinhorn“ in Österreich und

• das Skigebiet „Schnalstal“ in Italien.

Beide Gebiete konnten durch langfristig ausgerichtete Konzepte, umgesetzte Maßnahmen, klare Verantwortlichkeiten für eine Verbesserung der Umweltverträglichkeit und eine hohe Transparenz im Hinblick auf die Öffentlichkeit überzeugen. Dennoch waren kritische Aspekte, z.B. im Hinblick auf Verkehr und Energie erkennbar. Die Entscheidung zwei Gletschergebiete auszuzeichnen, führte zu einer grundsätzlichen Auseinandersetzung mit dem Thema Gletscherskigebiet und einer möglichen Signalwirkung dieses Awards.

Aus diesem Grund sprach sich die Jury dafür aus, die besonders anerkennenswerten Leistungen der beiden Skigebiete jeweils mit einem Geldbetrag von 15.000 Euro zu würdigen. Ein weiterer Teil des Preisgeldes soll jedoch für eine interdisziplinäre Tagung verwendet werden, die sich mit der Zukunft und den speziellen Anforderungen der Gletscherskigebiete auseinandersetzt (Herbst 2011). Ziel ist es, die öffentliche Aufmerksamkeit auf dieses Thema zu lenken und zu einer ausgewogenen Diskussion beizutragen. In diesem Zusammenhang stellt die Jury klar, dass bestehende Gletscherskigebiete zum aktuellen Angebot in den Alpen gehören und daher zu ihrem umweltverträglichen Betrieb beitragen müssen. Weitere Erschließungen werden jedoch übereinstimmend abgelehnt.

Neben den beiden Hauptpreisträgern wurden folgende drei weitere Gebiete für ihre innovativen Konzepte von der Jury gewürdigt:

• das Skigebiet „Hauser Kaibling“ (A) für eine nachhaltige Sommerpflege des Skigebietes mit Schafhaltung,

• das Skigebiet „See“ (A) für die Energiegewinnung in Kombination mit der Beschneiungsanlage und

• das Skigebiet „Serfaus“ (A) für innovative Verkehrslösungen und energieeffiziente Gebäudetechnik. 

WÜRDIGUNG DER PREISTRÄGER

A. Kitzsteinhorn (A)

Das Skigebiet Kitzsteinhorn ist eines der großen Gletscherskigebiete in den Alpen und liegt auf einer Höhe von 2.000 bis 3.000 m. Die Gletscherbahnen Kaprun AG implementierte in vorbildlicher Weise ein integriertes Managementsystem mit externer Überprüfung. Seit 2007 sind sie berechtigt, das Umweltzertifikat nach ISO 14001 als eines der ersten Seilbahnunternehmen Österreichs zu tragen. Mit diesem Managementsystem verpflichtet sich die Bergbahn zu einer regelmäßigen Überprüfung von außen und einer kontinuierlichen Verbesserung der definierten Umweltaspekte.

Positiv hervorgehoben wurde von der Jury auch die Unterstützung durch ausgewiesene Fachleute, wie dem Institut für Ökologie, Salzburg, bei der Hochlagenbegrünung und dem landschaftsschonenden Pistenbau. Weiterhin wurde die Kooperation mit dem Haus der Natur in Salzburg und dem Nationalpark Hohe Tauern lobend erwähnt. Die Ver- und Entsorgung ist ebenfalls vorbildlich gelöst. Die richtungweisenden Maßnahmen können vom Skifahrer auf der Website nachgelesen werden.

Deutliche Verbesserungen sind im Bereich Verkehr und erneuerbare Energie wünschenswert, obschon bereits erste Ansätze zur Energiegewinnung vorliegen. Hier sind – nach Auffassung der Jury – andere Gebiete deutlich weiter.

Im Hinblick auf die im Rahmen der Ausschreibung geforderte Auseinandersetzung mit dem Klimawandel kann das Skigebiet Kitzsteinhorn auf eine Kooperation mit der Forschung verweisen. Die Projekte „permalp“ und „G01 Morexpert“ zur Überwachung gefährlicher Felswände zeigen eine Auseinandersetzung mit dem Rückgang von Gletschereis und Permafrost. Aus der Sicht der Jury wurde in diesem Zusammenhang anerkennend hervorgehoben, dass als wichtige Anpassungsmaßnahme im Hochsommer auf das Skifahren verzichtet wird und die Situierung am Gletscher nur zur Erweiterung am „Saisonrand“ genutzt wird. Verbessert werden könnte die Auseinandersetzung mit den langfristigen Konsequenzen des Gletscherrückgangs, da von einem vollständigen Verschwinden der Gletscher am Kitzsteinhorn im 21. Jahrhundert auszugehen ist.

Die Vermarktung des Schneeerlebnisses an Stelle des Sommerskilaufs, das professionelle Umweltmanagement, insbesondere bei der Pistenbegrünung und Pflege und die nachahmenswerte Kooperation mit Nationalpark und Forschungseinrichtungen unterstreichen die Preiswürdigkeit nach Auffassung der Jury.

B. Schnalstal (I)

Die Schnalstaler Gletscherbahnen gehören ebenfalls zu den großen Gletscherskigebieten. Das Skigebiet liegt in einer Höhe von 2.000 bis 3.250 m. Auch dieses Skigebiet ist durch ein integriertes Umweltmanagementsystem gekennzeichnet, das durch externe Gutachter regelmäßig überprüft wird. Die Ergebnisse der EMAS- Zertifizierung können von jedem Wintersportler auf der Webseite abgerufen werden.

Leistungen bezogen auf die Umwelt, Landschaftspflege und Landschaftsschutz sind dort nachvollziehbar aufbereitet und die Verantwortlichkeiten klar geregelt. Das Umweltprogramm wird jährlich aktualisiert und umgesetzt. Auch dieses Gletschergebiet bemüht sich um einen Schutz des Gletschers durch die Sammlung der Abwässer.

Aus der Sicht der Jury sind die aktuellen Bemühungen im Hinblick auf den Verkehr noch verbesserungswürdig, da die Straßenverbindung nach Kurzras noch immer stark belastet ist. Ziel sollte es sein, den Anreiseverkehr durch den Skisport nicht bis in die sensiblen Höhenlagen zuzulassen. Die bereits gesetzten Initiativen werden begrüßt. Weiterhin regt die Jury an, die Maßnahmen im Hinblick auf den Einsatz erneuerbarer Energien weiter voran zu treiben.

Im Hinblick auf die Auseinandersetzung mit dem Klimawandel sind zwar Konzepte und Überlegungen vorhanden, diese gehen – nach Auffassung der Jury – jedoch nicht weit genug. Es wird ausdrücklich empfohlen, auf eine Garantie des Skilaufs im Sommer zu verzichten und dafür verstärkt auf eine Saisonverlängerung (Frühjahr, Herbst) zu setzen. Im Hinblick auf die Klimawandel-sensiblen Skifahrer wäre dies ein wichtiges, von der Mehrheit positiv aufgenommenes Zeichen einer geänderten Haltung zum Thema Klimawandel-Vorsorge. Dies würde erlauben, sich anstelle des Ganzjahresbetriebes, um die Erhaltung zu bemühen. Auch dieser Gletscher ist bereits stark von Abschmelzung betroffen und wird in den nächsten Jahrzehnten verstärkte Zerfallserscheinungen aufweisen. Weiterhin würde sich die Jury eine gezielte Integration des Ortes Kurzras und der Bahnen in die Gesamtdestination Schnalstal wünschen. Zusammenfassend gehört, nach Auffassung der Jury, auch diese Bahn zu den verdienten Gewinnern. Das Umweltmanagement mit Zertifikat, die transparente Öffentlichkeitsarbeit und die vielfältigen Maßnahmen des Umweltprogramms rechtfertigen diese besondere Auszeichnung.

2009:

Pressemeldung Award

Ansprache des Stiftungsratpräsidenten Fürstl. Rat Hans Brunhart

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Skilifte Lech, DI Manhart, Mag. Pfefferkorn         Pelvoux/Les Écrins,  Cyrille Drujon d'Astros, Gérard Semions

Unter Berücksichtigung der bekannten Kriterien hat sich die Jury nach eingehender Diskussion entschlossen nicht einen ersten Preis, sondern zwei zweite Preise zu vergeben. Die vorgelegten Dokumente der beiden Gebiete konnten nicht in allen Punkten überzeugen. Die Jury möchte mit der aktuellen Auszeichnung jedoch den beiden Unternehmen Mut machen, den eingeschlagenen Weg zu einer transparenten nachhaltigen Entwicklung fortzusetzen.

 

 

Beide Unternehmungen zeichnen sich durch eine aktive Auseinandersetzung mit dem Spannungsfeld „Skisport“ und „Umwelt“ aus. Mit der Vergabe an die beiden Unternehmungen soll der Branche Mut gemacht werden, den Prozess einer Auditierung und kritischen Auseinandersetzung mit dem Klimawandel und seinen Folgen anzugehen.

Mit der Vergabe von zwei zweiten Preisen bringt die Jury auch zum Ausdruck, dass sie sich noch Verbesserungen vorstellen kann.

 

Die Auswahl zeigt auch, dass die Größe der Gebiete und ihre Stellung im alpenweiten Angebot an Wintersportorten keine Rolle spielt.

 

Mit jeweils einem zweiten Preis und einem Betrag von 20 000€ wurden ausgezeichnet:

 

 

-          Pelvoux/ Les Écrins (Frankreich)

 

 

-          Skilifte Lech/ am Arlberg (Österreich)

 

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Preiszeremonie 2009, Evian 12. März

 

Preisträger 2006 - Anerkennungspreis

waren drei der „Pilotbetriebe"

  • Adelboden (CH),
  • Schladming (A) und
  • Oberstdorf (D).

Die Preisvergabe fand am 9. November 2006, anlässlich der Zusammenkunft der Alpenkonferenz in Alpbach (A) unter der Leitung des österreichischen Umweltministers DI Josef Pröll statt und war Anlass, den Preis "pro natura - pro ski" der Öffentlichkeit vorzustellen.

Mit dieser ersten Preisvergabe sollten die Pionierleistung und der Mut zur Innovation auf dem Gebiet der Umweltvorsorge ausgezeichnet werden.

Aktuelles

Veranstaltung

BERG-UM-WELT 2015

Nähere Informationen unter bergumwelt.boku.ac.at

SAVE THE DATE: 28/29. September 2015
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NACHLESE

BERG-UM-WELT 2014

Der Auftakt zur neuen Veranstaltungsreihe "BERG-UM-WELT" fand am 22 und 23. September 2014 in Alpbach, Tirol statt. Informationen unter bergumwelt.boku.ac.at

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DER JAHRESBERICHT 2012

zum download Icon Jahresbericht_pronatura_proski_2012.pdf

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Zukünftig "oben ohne" -
Gletscherskigebiete im Wandel

am 28. September 2011 in Salzburg

Fotos und Vorträge online!  >> hier klicken <<

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AWARD 2011 Auszeichnung der Siegergebiete !

am 9.März 2011, im Rahmen der XI Alpenkonferenz in Slowenien

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